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iff-Infobrief 16/02 (Auszug)

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8. Geldkarte


Beim Verlust der Geldkarte gehen die Bedingungen davon aus, dass damit auch endgültig der auf der Karte gespeicherte Betrag verloren ist. Dies bedeutet ja praktisch ein Geschenk an die Bank, da dieser Betrag, wenn die Karte etwa im Wald oder im Meer oder wo auch immer unauffindbar für Dritte verloren ist,  auch von niemandem anders mehr benutzt wird, das Geld wurde also an die Bank eingezahlt und wird nie mehr von ihr abgefordert werden. Damit ist die Bank aber ungerechtfertigt bereichert. Banken können durchaus nachvollziehen, ob eine Geldkarte später benutzt worden ist. Ist sie in einem bestimmten Zeitraum nicht benutzt worden, dann besteht im Rahmen der Gültigkeitsdauer etwa einer Karte eine Gewissheit, dass dieser Geldbetrag nicht mehr in Anspruch genommen wird. Die Banken sind also nach allgemeinem Zivilrecht verpflichtet, den Betrag dann nach Ablauf dieser Phase herauszugeben. Sie müssen auch die technischen Möglichkeiten schaffen, um den Stand des Geldkartenkontos bei Verlust extern in ihren Maschinen nachweisen zu können. Andernfalls stellen Geldkarten rechtsfreie Bereicherungsinstrumente dar, bei denen der Kunde ohne Not die Kosten trägt.

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Erzeugt: 05.09.02. Letzte Änderung: 13.09.02.
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